Was hat Achtsamkeit mit ADHS zu tun?

Zu bemerken und zu betrachten, was gerade los ist, was gut und was schlecht ist, was bewahrt und was verändert werden soll. Dies bleibt nie gleich, sondern will immer wieder achtsam erspürt sein. Das fordert Aufmerksamkeit – und Achtsamkeit

Mittels Achtsamkeitsübungen können Sie trainieren, mit der Aufmerksamkeit ganz und ausschließlich bei einer Sache zu bleiben. Achtsamkeit bedeutet nämlich, dass man sich nur auf eine Tätigkeit konzentriert und  nichts daneben oder nebenbei macht – oder anders ausgedrückt: Achtsamkeit ist die Kunst im Augenblick zu verweilen. 

Mit ADHS ist man oft  gerade bei Routinearbeiten nicht immer mit dem Kopf bei der Sache und man wird von tausende Dinge abgelenkt.  Man schenkt der Tätigkeit zu wenig Beachtung und verliert dabei die Aufmerksamkeit und Konzentration. Achtsam sein bedeutet, dass man mit seiner Aufmerksamkeit einfach „nur“ bei der Sache bleibt und sich mit allen Sinnen darauf konzentriert. 

Mit Achtsamkeit lernen Sie, wie Sie trotz ADHS und inmitten Ihres anstrengenden Alltags Ruhe und Gelassenheit finden können. 

In zahlreichen psychologischen Studien wurde nachgewiesen, dass Menschen, die regelmäßig meditieren, überdurchschnittlich glücklich und zufrieden sind. Dies ist nicht nur für sich genommen eine wichtige Erkenntnis, sondern hat darüber hinaus enorme medizinische Bedeutung, denn positive Emotionen wie diese stehen in engem Zusammenhang mit einem längeren, gesünderen Leben.

Was sind die Vorteile von Achtsamkeit bei ADHS?

Wie funktioniert Achtsamkeit?

In der Therapie lernen Sie inne zu halten und genau hinzuschauen, zu analysieren und zu beobachten.  Sie betrachten nicht nur der Umstände, sondern vor allem  werden Sie zum Beobachter  von sich selbst. 

Gemeinsam machen wir  eine genauere Bestandsaufnahme was ist:

Mit anderen Worten: Wir müssen zuerst wirklich bemerken, was ist, bevor wir es betrachten können. Eine achtsame Bestandsaufnahme ist nötig. 

Die Bereitschaft, nicht nur Angenehmes zu erkennen. Ehrliche Auseinandersetzung, Konfrontation und gerade auch Selbstkonfrontation sind die Basis.

Das führt Sie zu einem tieferen Verständnis Ihrer Wünsche und Bedürfnisse. Es geht um Ihre Ziele und Ihre Zukunft. Achtsame Selbstbeobachtung mag anfänglich ungewohnt sein. Sie nehmen Sich selbst neu wahr. Sie spüren Ihren Körper, achten auf Ihre Gedanken, bemerken ungewöhnliche Gefühle. 

Der Blickwinkel verändert sich und Sie nehmen sozusagen eine Vogelperspektive ein. Sie werden zum Beobachter dessen, was in Ihnen vorgeht. Diese Perspektive bringt den notwendigen Abstand und überraschend neue Einsichten sind möglich. Das führt zu neuen Bewertungen Ihrer Situation und öffnet neue Türen.

Achtsamkeit ist die Chance Antworten zu finden. Das zu finden, was Sie wieder in Balance bringt, Ihnen neuen Mut gibt und die Kraft, das für Sie Richtige zu tun.